Hallo Welt!

März 6, 2008 von euro347

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Oweioweiowei =)

Januar 25, 2008 von euro347

In den letzten Wochen hat sich soo viel getan, ich weiss gar nicht, wie ich das im Nachhinein noch festhalten soll. Aber das ist wohl auch die Idee eines Blogs :
es gar nicht im Nachhinein zu machen, vor allem nicht Wochen später, sondern eben day by day.

Aber ich versuchs : lassen wir mal die Beleggeschichte weg für diesen Monat, obwohl es sicher interessant wäre, zu wissen, wieso ich in diesem Moment noch über genau 34 € 16 verfüge .. für das Datum vieeel zu wenig.

Als Sonderausgaben muss ich eine Menge Fahrkosten anführen, die durch Arzt- und Krankenhausbesuche entstanden, plus Telefongespräche und heute zB -.55 € für das Zusenden eines Attests – immerhin noch günstiger als eine weitere Fahrkarte.

Tja, Arztbesuche .. im November letzten Jahres wurde ich als Fussgänger von einem PKW angefahren. Die Geschichte, die daraus resultierte, ist so umfangreich, dass ich sie auf einer Webseite separat erläutern werde, die ich schon viel früher angelegt hatte, mit derselben Intention wie nun dieses Blog : um den Alltag eines Arbeitslosen festzuhalten, bzw. besser den meinigen, und weitere Ressourcen zu verlinken, auf die ich selbst immer wieder gern zurückgriff und -greife.

Die Webseite wurde mit dem Titel 345 Euro angelegt, der Höhe des Regelsatzes zu dem damaligen Zeitpunkt. Diese Webseite mit dem kostenlosen Speicherplatz etc. werde ich auch weiter nutzen – und nun ausbauen.

Kommen wir noch zu einer anderen Sache, die auf jeden Fall erwähnt werden sollte : ich habe einen Vorstellungstermin zu einer Arbeitsgelegenheit, sprich : einem 1-Euro-Job erhalten !

Da weiss ich auch noch nicht, ob das nun gut oder schlecht ist : im Netz oder auch in verschiedenen Büchern, die ich hier so liegen habe, werden diese sehr kontrovers diskutiert, und auch dazu werde ich gerne entsprechende, mir besonders aufgefallene Texte, Berichte etc verlinken.

Mir persönlich scheint die mir angebotene Arbeitsgelegenheit bei einem Verein legitim zu sein, da sie damit zumindest der Vorgabe „gemeinnützig“ entspricht, und wahrscheinlich auch „zusätzlich sein, d.h. nicht normal bezahlte Lohnarbeit ansonsten benötigter Beschäftigter ersetzen„.

Auch das vom Sachbearbeiter der vermittelnden Stelle, der hamburger arbeit, heruntergemurmelte Profil dieser Tätigkeit, aus denen ich die Begriffe Archiv, organisatorische Hilfe und Arbeit an der Webseite zitieren möchte, sagte mir sehr zu – vor allem, da ich bis zu dem konkreten Angebot eher bange war, mit einem der wesentlich weniger attraktiven Jobs konfrontiert zu werden, von denen ich bislang durch Presse und Foren erfahren konnte.

Auch von dieser „hamburger arbeit“ selbst ist eher Schlechtes zu lesen im Netz, aber meine erste eigene Erfahrung mit dieser Stelle war absolut positiv :
5 Minuten Wartezeit auf den ursprünglichen Termin, kurzes informelles Gespräch mit Fragen zu meinem beruflichen Background, der aber von der Fallmanagerin der ArGe schon elektronisch verfügbar gemacht wurde, dann das Heraussuchen einer passenden Arbeitsgelegenheit aus, soweit ich mich erinnere, etwa 4 Angeboten insgesamt – das Ganze dauerte etwa 15 min, und dann war es auch schon wieder vorbei, und ich verliess das Haus mit dem oben erwähnten Vorstellungstermin – der übrigens am 12. Februar stattfinden soll.

Dazu steht vorher aber noch eine Meniskus-Operation am 31. Januar an – von der ich hoffe, dass sie diese ganze Unfallodyssee endlich positiv abschliessen wird.

Dazu wie gesagt dann mehr auf der Webseite. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung habe ich übrigens auch erhalten, die gilt erst mal bis zum 3. Februar.

Ach ja, und Unterarmgehhilfen habe ich am Mittwoch im Krankenhaus Barmbek nach der letzten Untersuchung bekommen, da ich das betroffene Bein nun unter keinen Umständen mehr belasten soll – und vom Umgang mit diesen schon Muskelkater in beiden Armen, denn ich muss ja doch mal raus, zumindest um Einzukaufen .. aber für das Wochenende hab ich auch das schon erledigt.

Das wärs dann erstmal.

Vielleicht noch eine Frage an andere, was diese 1-Euro-Jobs / AktivJobs / Arbeitsgelegenheiten angeht, und falls das hier überhaupt schon jemand liest :

welche Erfahrungen habt ihr / haben Sie bisher mit einer solchen gemacht ?

Guter Vorsatz

Januar 7, 2008 von euro347

Ich bin 43 Jahre alt, ledig, männlich, deutsch, und lebe in Hamburg.

Seit dem Sommer 2001 bin ich arbeitslos, also sozusagen Langzeitarbeitloser.

In dieser Zeit ging es in meinem Leben stetig abwärts, ab und an auch recht spektakulär, und ich hätte schon lange damit beginnen sollen, wenigstens darüber zu bloggen, damit auch andere etwas davon haben, aber ich bin eben nicht der grosse Texter, denke ich immer, und darum ist es wohl auch mit dem Bloggen nie etwas geworden.

Für dieses Jahr nun habe ich mir vorgenommen, es doch noch einmal zu versuchen, und ich hoffe nur, die einwöchige Verschiebung des Starts ist kein schlechtes Omen für den Fortgang dieses Projekts.

Ich habe mir vorgenommen, zumindest meine täglichen Ausgaben festzuhalten, was keine grossen Ansprüche an meine Fähigkeiten als Schriftsteller stellen wird, und diese Ausgaben vielleicht noch mit ein wenig Begleittext über das wie und warum zu garnieren.

Da wir heute schon den 6. bzw. 7. (Sonntagnacht) haben, folgt hier nun ein Überblick der letzten Woche, den ich offline schon ein wenig zusammengeschustert hatte.

Die Lücken in den Ausgaben werde ich bis morgen abend hoffentlich geschlossen haben, sobald ich die Belege gefunden hab =)

Also denn man los :

Dienstag, 1. Januar 2008

Frohes Neues Jahr und so. Bin gut reingekommen, wenn man das so nennen kann : kein Kater, weil kein Silvester gefeiert, wie auch keinen Geburtstag oder Weihnachten, weil kein Geld und kein soziales Umfeld, und überhaupt .. man kann sich alles abgewöhnen.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Als Hartz IV – Empfänger erhalte ich jeden Monat 347 Euro.
Die landen, da ich kein Konto habe, um den 1ten des Monts per PostBank-Scheck erst einmal in meinem Briefkasten – diesmal am 2ten.
Ab 15 Uhr kann ich den Scheck in einer PostBank-Filiale einlösen. Abzüglich 6 Euro Bearbeitungsgebühr.

Bleiben 341 Euro. „Wie hätten Sie’s denn gern ?“ – „Fünfziger“

Dann gehts der Übersicht halber erst noch einmal nach Hause, den Anteil an den Stromkosten bezahle ich direkt bar an meinen Vermieter : 43 Euro.

Bleiben 298 Euro.

Weiter gehts zum Bahnhof Altona.
Unten am Schalter des HVV hole ich mir eine CC-Monatskarte, mit der ich in 3 Zonen ab 9 Uhr -16 Uhr und von 18 Uhr bis Betriebsschluss unterwegs sein kann.
Die Auszeiten dienen wahrscheinlich dazu, der arbeitenden Bevölkerung während der Stosszeiten keine Sitzplätze wegzunehmen. Für Termine, die vor 9 Uhr liegen, und für die ich auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen bin, muss ich also gesondert bezahlen.
Die CC-Karte kostet 32,50 Euro.

Bleiben 265,50 Euro. Wären das alle meine Fixkosten, verbliebe mir für den laufenden Monat ein Tagessatz von 8,85 Euro.

Dazu zahle ich aber aktuell noch einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt im letzten Jahr ab. Also weiter zur Commerzbank. Die monatliche Abzahlungsrate beträgt 20 Euro, dazu kommen 5 Euro Bearbeitungsgebühr für die Bareinzahlung.

Bleiben 240,50 Euro. Oder in Tagessätzen : 8,02 Euro.

Dann mache ich schon meinen ersten Einkauf. Nichts Besonderes, nur das, was ich fast jeden Tag einkaufe :

- 500 g Brot, Leinsamen, geschnitten
- Aufstrich ( 250 g Grobe Leberwurst )
- 2 l Milch
- 500 g Nudeln
- 1 Dose Thunfisch
- 1 Packung Passierte Tomaten

für etwa x Euro.

Auf dem Rückweg am Kiosk noch Zigaretten für 4 Euro.

Rest : X Euro

Im laufenden Monat ändert sich die Einkaufsliste nicht sehr. Mal kommt ein Pfund Kaffee dazu, oder Hygieneartikel oder Putzzeug für die Wohnung, ausserdem Toilettenpapier, das mein Mitbewohner und ich abwechselnd einkaufen.

Meist kaufe ich bei LIDL am Bahnhof Altona ein. Dort sind die meisten Produkte vergleichsweise günstig. Irgendwann rief Greepeace mal zu einem Boykott der LIDL-Kette auf, den ich auch gerne mitgemacht hätte, aber sorry, für mich fällt sowas dann schon in die Kategorie Luxus, und die ist meist leer.

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wegen einer Nachuntersuchung zum Autounfall Ende letzten Jahres, bei der ich als Fussgänger von einem PKW angefahren wurde, zu meinem alten Hausarzt nach Barmbek gefahren.

2,60 Euro für die Hinfahrt, da die Sprechstunde des Artztes von 8 Uhr bis 9 Uhr stattfindet. Leider konnte man mich nicht drannehmen; meine vorgelegte Versicherungskarte ist abgelaufen.

Rest : x Euro

Freitag, 4. Januar 2006

Wieder zum Arzt gefahren, diesmal mit der gültigen Versicherungskarte. Eintreffen 8:30h, und ich warte exakt zwei Stunden, bis ich vom Arzt untersucht werde und eine Überweisung zum Radiologen erhalte.

2,60 Euro für die Hinfahrt, 10 Euro Praxisgebühr für das erste Quartal 2008.

Rest : x Euro

Der Termin beim Radiologen um die Ecke wird für den 21. Januar, 8:15h angesetzt. In Gedanken lege ich schon mal 2,60 Euro beiseite für die Hinfahrt.

Abends bei BUDNI noch Bindfaden (40m) für 1,49 Euro eingekauft, um damit eines meiner Bücherregale zu arretieren, das eine bedenkliche Neigung zur linken Seite aufzeigt.

Rest : X Euro

Samstag, 5. Januar 2008

Internet aus, durchgepennt.

Sonntag, 6. Januar 2008

4 Euro für Zigaretten. Und ich habe Magenknurren, weil ich es am Samstag verpennt habe, fürs Wochenende Nahrungsmittel einzukaufen .. aber das passiert eigentlich sehr selten, denn Einkaufen geh ich ganz gerne, weil ich da auch mal andere Leute zu sehen bekomme. Aber zum Thema Desozialisierung später mehr.

Jetzt erst mal Guten Nacht.